Rückblick auf die FSV-Exkursionen des Jahres 2018


Samstag, den 13. Januar 2018 vormittags

FSV Wanderung von Stenum zum Hasbruch

24 Teilnehmer wanderten am 13.1.18 unter Führung von Klaus und Pia Handke von Stenum aus auf zum Teil abgelegenen Wegen zum Forsthaus Hasbruch. Aufgrund der Stürme und der wochenlangen Regenfälle waren einige Wegeabschnitte nicht einfach zu begehen.

Thema der traditionellen Januarwanderung des FSV waren „alte Wälder“, die durch diese ca. 8 km lange Wanderung verbunden wurden (Stenumer Wald, Gr. und Kl. Mittelhoop, Hasbruch). Die Teilnehmer erfuhren etwas über deren Geschichte, Nutzung und Bedeutung sowie typische Arten wie Eremit und Mittelspecht.

Schon am ersten Treffpunkt, dem Ganterteich, hatten einige Teilnehmer das Glück, einen Eisvogel zu sehen. Auf der Wanderung selbst zeigten sich Grünspecht, Schwarzspecht, Sumpfmeise und viele Kleiber. Deutlich wurden auch die Unterschiede zwischen einer strukturreichen Agrarlandschaft im Umfeld des Hasbruch und einer völlig ausgeräumten Landschaft um den Großen Mittelhoop. Ein Buffet aus herzhaften und süßen Kuchen beendete die Exkursion am Forsthaus. Ein Fahrdienst sorgte dafür, dass alle Teilnehmer wieder ihre Fahrzeuge in Stenum erreichten. Auch die NWZ und das DK berichteten über diese Exkursion.

 

 

17.03.2018

Wanderung durch Goldberge, Hunteaue und Glaner Heide

Dem eisigen Wind war es wohl geschuldet, dass statt der angemeldeten 17 Teilnehmer lediglich 10 den Wanderweg Huntepadd mitliefen.

Dieser schöne Rundweg besticht durch seine abwechslungsreiche Natur. Immer der Hunte entlang ging es von Dötlingen los durch ein kleines Waldstück. Schon hier hörten und sahen wir Kleiber, Eichelhäher, Elster, Blaumeisen, Kohlmeisen und ein Hohltauben-Paar. Der Buntspecht hatte sich wohl bei dem eisigen Wind lieber in seine Höhle verkrochen. Unser Wanderführer Horst Himmelskamp erklärte uns den Höhlenbau der Bunt- und Schwarzspechte und wies uns dabei auf einige interessante Höhlen an den Buchen hin. Der Himmel öffnete sich und unter strahlender Sonne wanderten wir am Waldrand entlang Richtung Glaner Braut, wo uns Horst etwas über den Heidebewuchs im Wald erklärte. An den Nebenarmen der Hunte tummelt sich so einiges in den feuchten Wiesen und Tümpeln. So konnten wir die Sumpfmeise hören, eine Schwanzmeise und Nilgänse beobachten. Zu unserer Überraschung sahen wir einige selten gewordenen Kopfweiden und freuten uns darüber, dass diese noch gepflegt und gehegt werden. Im Ortskern von Dötlingen konnten wir Buchfink, Grünfink, Gartenbaumläufer, Haussperling, Rabenkrähe und Ringeltaube ausmachen und auf dem Teich Kanada- und Graugänse, Blesshühner Stockenten und eine Gruppe von Reiherenten, die mit ihrem kleinen Zopf sehr lustig aussehen, beobachten.

Am Parkplatz der Grundschule an der Karkbäk wieder angekommen, gab es zum Abschluss traditionell Kaffee, Tee und selbstgebackenen Kuchen. Es hat sich wirklich gelohnt dem eisigen Wind zu trotzen.

Gruppe

 

Samstag, den 5. Mai 2018

Exkursion an‘s Ochsenmoor im Naturpark Dümmer (5. Mai 2018)
(Eine Liste aller gesichteten oder gehörten Vögel finden Sie am Ende des Berichtes.)
Das Wetter war wie bestellt für unsere Exkursion ins Vogelschutzgebiet Dümmer. Frische Luft, klarer, blauer Himmel und die Sonne wärmte unsere Häupter und das Gefieder der Vogelwelt.
Um 8:00 Uhr in der Früh machte sich unser Trupp (8 Damen, 2 Herren) unter der Führung von Horst Himmelskamp von Ganderkesee aus auf den Weg an den Dümmer. Während der gut 1-stündigen Fahrt, konnten wir bereits einen Rotmilan, Mäusebussard und ein Jungtier fütterndes Weißstorchenpaar, sowie einen Fasan sichten. Bei einer Zwischenstation im Huntebruch am Rande des Naturschutzgebietes Erdmannshausen entdeckten wir auf drei Strommasten jeweils einen Fischadler-Horst, alle schienen belegt zu sein. Wir nahmen uns Zeit und beobachteten Kiebitze, Höckerschwäne, Blässhühner, Weißstorch, Wiesenschafstelze, Rohrammer und hörten Nachtigall und Wiesenpieper. In einem Bachlauf tummelte sich eine Bisamratte und Feldhasen knabberten am frischen Gras.
Nach ca. einer Stunde fuhren wir weiter zum malerischen Ort Hüde. Auf einem Waldparkplatz gab es schnell noch einen kleinen Imbiss mit Kaffee, Tee und herzhaftem Snack. Dann ging es los, bepackt mit zwei Spektiven, Ferngläsern und Bestimmungsbuch, immer am eingedeichten Dümmer-See entlang Richtung Süden zum Ochsenmoor. Bereits am Anfang unseres Weges entdeckten wir den Artenreichtum einer Schilflandschaft; immer wieder blieben wir stehen, um die vielfältigen, teilweise brütenden Vögel zu beobachten. Hier eine kleine Auswahl der gesichteten Vögel: Schilfrohrsänger, Rohrammer, Rohrschwirl, Lachmöwe, Silbermöwe, Haubentaucher und viele verschiedene Enten; Rauchschwalben nisteten im Aussichtsturm, von dem auch im Gras nistende Graugänse zu sehen waren. Im Hintergrund hörten wir Fitis, Zilpzalp, Nachtigall und den Kuckuck, dessen Ruf uns die ganze Zeit begleiten sollte. Auf dem Weg zur Hunte konnten wir einen Fischadler und eine Rohrweihe im Flug beobachten.
Am Ochsenmoor angekommen, fanden wir auf den ausgedehnten Feuchtwiesen eine Vielzahl von Watvögeln vor. Horst und Annette konnten den großen Brachvogel und eine Bekassine ausmachen, während die anderen ein Paar Uferschnepfen in unmittelbarer Nähe beobachteten. Das Uferschnepfenmännchen fühlte sich gestört und stieß ununterbrochen Warnrufe aus, während sich das Weibchen scheinbar ungestört, der Nahrungsaufnahme widmete. Kiebitze tummelten sich in der Luft, die gelb leuchtende Wiesenschafstelze und Schwarzkehlchen begleiteten uns ein Stück des Weges mit ihrem Gesang. Auf Höhe des Huntezuflusses gaben sich auf einem Teich Stockente, Löffelente, Krickente und Schnatterente ein Stelldichein, Graugänse und Höckerschwan fanden auf den Feuchtwiesen ihre Mahlzeiten, ein Rotschenkel tauchte plötzlich aus dem hohen Gras auf und ein Kiebitzpaar hatte bereits flauschige Junge, die im Gras herumliefen. Am Wassergraben behütete ein Grauganspaar seine 4 Küken; scheinbar genervt von einer größer werdenden Zuschauerzahl, verschwanden sie schließlich im schützenden Schilf.
Auf unserem 4,5 km langen Rundwanderweg gab es wahrhaft viel zu sehen und uns wurde es nicht langweilig zu beobachten und immer mehr zu entdecken. Den Abschluss bildete eine sehr gemütliche Kaffeerunde im Garten unter blühenden Apfelbäumen im Café Landlust. Alle waren sich einig, das war eine gelungene Exkursion.

Liste der beobachteten Wildvögel am Dümmer und im Ochsemoor

  • Rotmilan
  • Mäusebussard
  • Fischadler (3 Horste)
  • Kiebitz
  • Höckerschwan
  • Weißstorch
  • Wiesenschafstelze
  • Nachtigall
  • Rohrammer
  • Rabenkrähe
  • Ringeltaube
  • Saatkrähe
  • Buchfink
  • Wiesenpieper
  • Fasan
  • Blässhuhn
  • Zaunkönig
  • Star
  • Fitis
  • Zilpzalp
  • Mönchsgrasmücke
  • Rohrschwirl
  • Schilfrohrsänger
  • Kormoran
  • Silbermöwe
  • Lachmöwe
  • Löffelente
  • Schnatterente
  • Haubentaucher
  • Rauchschwalbe
  •  
  • Graugans
  • Kuckuck – gehört
  • Grauganspaar mit 4 Jungen
  • Rohrweihe
  • Blässgans
  • Stockente
  • Krickente
  • Reiherente
  • Uferschnepfe
  • Schwarzkehlchen
  • Bekassine
  • Gr. Brachvogel
  • Rotschenkel
  • Turmfalke
  • Graureiher