Rückblick auf die FSV-Exkursionen des Jahres 2014


Sonntag, den 29. Juni 2014, 8.00 - 14.00 Uhr

Naturschätze in Ganderkesee

Unter Leitung von K. und P. Handke begann die Exkursion mit einer kleinen Wanderung auf dem „Kiekpadd“ im Süden von Ganderkesee mit Beobachtungen in den Mooren (u.a. Moorbirke, Pfeifengras, Sumpfcalla, Moorfrosch) und Schlatts (Sumpfblutauge, Kleine Binsenjungfer, Hufeisen-Azurjungfer, 3 Krickenten). In den aufgelockerten Waldgebieten westlich Hengsterholz sahen wir u.a. Heidelerche (3 singende Vögel), Baumpieper, Feldlerche, Gartengrasmücke, Mönchsgrasmücke und Dorngrasmücke und Fitis. Etwas ganz Besonderes war ein Standort mit dem gefährdeten Königsfarn.
An den nicht gemähten Wegesrändern flogen die Schmetterlingsarten Ochsenauge und Schornsteinfeger.
Danach besuchten wir die Sandrasen und Heidegebiete auf der Großen Höhe mit vielen seltenen Heidebläulingen, Baumpieper, einigen Blauflügligen Ödlandschrecken und Gefleckten Keulenschrecken sowie einem Grünen Heupferd. Typische Pflanzen waren Bergsandglöckchen und Kleines Habichtskraut. Außerdem flog ein Schwarzspecht laut rufend über uns hinweg.
Im Delmetal sahen wir sehr spät gemähte Feuchtwiesen, u.a. Lebensraum der Rohrammer. Nächster Halt war der Delmepolder, wo wir sehr gut Schwarzkehlchen und Feldlerche beobachten konnten.
Vom Wichernstift aus ging es zur Elmeloher Mühle, einem bekannten Brutplatz der Gebirgsstelze und der Mehlschwalbe. Typische Pflanzenarten der Welse waren Wasserstern, Wasserhahnenfuß, Baldrian, Wasserdost und Mädesüß.
Zum Schluss der Exkursion beobachteten wir bei Kaffee und Kuchen an Ganderkesees größter Uferschwalbenkolonie und einem Brutplatz der Rohrweihe bei Almsloh. Hier zeigten sich auch Mauersegler, Schafstelze, Bluthänfling, Stieglitz und Turmfalke.

Sumpfcalla Gebirgsstelze
Sumpfcalla nach Wikipedia Gebirgsstelze nach Wikipedia

 

Sonntag, den 1. Juni 2014, 9.00 - 13.00 Uhr

Radtour zu den Weißstörchen ins Niedervieland bei Bremen

Die Teilnehmer fuhren gemeinsam von Ganderkesee und Delmenhorst nach Brokhuchting und trafen sich dort mit der Landschaftsökologin Karin Menke. Weiter ging es in das Niedervieland. Dort konnten Storchennester mit Störchen und ihren Jungen beobachtet werden. Dazu lernte man viel über Lebensweise und auch Gefährdung dieses Vogels. Auf Dem weiteren Weg konnten auch Wiesenweihe und Kuckuck ausgiebig beobachtet werden.

Gruppe Weißstorch

 

Samstag, den 17. Mai 2014, 13.00 - 18.00 Uhr

Gelegeschutz im Bremer Blockland

Unter Leitung des renommierten Wiesenbrüterspezialisten Arno Schoppenhorst und Mitgliedern seines Teams konnten sich die Teilnehmer davon überzeugen, dass es möglich ist, Gelege und vor allem auch die Jungvögel erfolgreich zu schützen. Inzwischen beteiligen sich alle Blocklander Landwirte an diesem Programm, das seit 10 Jahren läuft und dazu geführt hat, dass sich die Situation der Wiesenbrüter deutlich verbessert hat. In keinem anderen Bremer Feuchtgebiet brüten so viele Wiesenvögel. Es handelt sich um eines der erfolgreichsten Programme bundesweit. Davon konnten sich auch die Teilnehmer überzeugen, die viele Kiebitze mit Jungen, Kiebitznester, Austernfischer, Rotschenkel, Uferschnepfen und Große Brachvögel beobachten konnten. Außerdem zeigten sich Wiesenschafstelze, Wiesenpieper, Feldlerche, Schnatterente, Nilgans und einige Rohrweihen besonders nah. Etwas Besonderes waren auch 13 Kraniche und ein Storchennest. Der Weißstorch brütet in diesem Jahr erstmals im Blockland.
Diese gelungene Exkursion zeigte überzeugend, dass Naturschutz in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft möglich ist, berichtet K. Handke, Vorsitzender des FSV.

Kiebitz Gruppe

 

Sonntag, den 4. Mai 2014, 7.00 - 14.00 Uhr

Luneplate

Diese Exkursion ist leider ausgefallen

Sonntag, den 30. März 2014, 7.00 - 14.00 Uhr

30 Teilnehmer erlebten bei 21 °C eine interessante Exkursion an den Meißendorfer Teichen. Unter Führung von Klaus und Pia Handke umwanderten wir den Hüttensee und nach einem Picknick ging es weiter zum Beobachtungsturm von Bannetze.
Besonders schöne Beobachtungen machten die Teilnehmer von Kleinspechten, Waldbaumläufer und einem Sommergoldhähnchen. Eine Besonderheit am Hüttensee waren die dort brütenden Schellenten und eine große Gruppe balzender Kraniche. Außerdem sahen wir Haubentaucher, Silberreiher, brütende Kormorane, Grau- und Kanadagänse, brütende Höckerschwäne, Schnatter-, Krick-, Löffel-, Stock- und Reiherenten, Rohrweihe, Rotmilan, Habicht, Sperber, Mäusebussard, Kiebitz, Bekassine, Lach- und Sturmmöwe, Ringeltaube, Buntspecht, Feldlerche, Heidelerche, Bachstelze, Zaunkönig, Singdrossel, Rotkehlchen, Amsel, Zilpzalp, Wintergoldhähnchen, Tannenmeise, Weidenmeise, Sumpfmeise, Kohlmeise, Blaumaise, Schwanzmeise, Gartenbaumläufer, Rohrammer, Buchfink, Grünflink, Stieglitz, Gimpel und Kolkrabe sowie Grünfrösche und Rothirsche.

Loeffelente

Löffelente nach Wikipaedia

Sonntag, den 27. April 2014, 8.00 - 18.00 Uhr

Elbtalauen bei Bleckede

Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue – Natur- und landschaftskundliche Führung durch K. Koerth.

Auf den Spuren des Bibers – Der Biber hat mit ca. 500 Tieren in der Elbtalaue sein stärkstes Vorkommen in Niedersachsen. Von hier aus findet eine Ausbreitung u.a. nach Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern statt. Da sie nacht- und dämmerungsaktiv sind, wurde ihre Anwesenheit anhand zahlreicher Spuren feststgestellt. Klaus Koerth wies diese Spuren anhand von typisch abgenagten Ästen nach und zeigte uns einige Biberburgen. Interessant waren zwei Burgen übereinander mit einem Höhenunterschied von ca zwei Metern. Diese Anordung zeigt die verschiedenen Wasserstände/Hochwasser. Hochwasserdynamik der Elbe – vier „Jahrhunderthochwasser“ seit 2002 sprechen für sich. Welche Folgen hatte das Hochwasser vom Juni 2013? Daraus ergibt sich das Thema Klimawandel und Auendynamik.
Wir sahen u.a. Seeadler, Rot- und Schwarzmilane, Weissstorch und verschiedene Gänsearten.Die Elbtalaue ist die erste Arche-Region in Deutschland. Wir besuchten einen Archehof. Zahlreiche vom Aussterben bedrohte Haustierarten werden hier gezüchtet und nach dem Motto „Schutz durch Aufessen“ vermarktet.
Biberburg Gruppe
Biberburg Fotos: W.Schmidt