Rückblick auf die FSV-Exkursionen


 

Sonntag, den 7.11.10

Zu den Kranichen in die Diepholzer Moorniederung

Mit 24 Teilnehmern ging es am Sonntagvormittag bei herrlichem Herbstwetter in die Moorniederungen zwischen Wietingsmoor und Diepholz. Unter Leitung von K. u. P. Handke sahen die Teilnehmer einen großen rastenden Trupp Saatgänse, 2 Silberreiher, ziehende Blässgänse, viele rastende Kiebitze und Stare, 2 Sperber und mind. fünf verschiedene Kornweihen. Vor allem die vielen fliegenden und rufenden Kraniche waren für die Exkursionsteilnehmer ein ganz besonderes Erlebnis!

kranich gruppe

 

Sonntag, den 10.Oktober 10

Östlicher Jadebusen

Unter Führung von K. und P. Handke besuchten die 14 Teilnehmer bei herrlichem Herbstwetter verschiedene Punkte am Jadebusen (Jadesperrwerk, Eckwarderhörne, Beckmannsfeld) und unternahmen eine zweistündige Wanderung im Vorland von Sehestedt mit dem Schwimmenden Moor.
Der Vogelzug machte sich mit vielen Kleinvögeln (Heckenbraunelle, Zeisig, Wiesenpieper, Buchfink, Bergfink, Singdrossel, Feldlerche und Star) sowie Mäusebussarden und Blässgänsen bemerkbar.
Zu den Highlights zählten 1 Rauhfußbussard, 1 Kornweihe, 2 Silberreiher und viele Tausend Alpenstrandläufer, Binnendeichs hielten sich viele Blässgänse, Kiebitze und Goldregenpfeifer auf.
In verschiedenen Pütten (Kleientnahmestellen für den Deichbau, mit Wasser gefüllt) wurden verschiedene Wasservögel wie Zwergtaucher, Löffel-, Krick-, Spieß-, Schnatter-, Pfeif-, Tafel- und Reiherente beobachtet. Im Vorland rasteten auf den Salzwiesen viele Nonnengänse und 1 Ringelgans.
Im Watt entdeckten wir viele Brandgänse, 1 Pfuhlschnepfe, Kiebitzregenpfeifer, Rot- und Grünschenkel, Austernfischer und Säbelschnäbler. Vor Eckwarderhörne hielten sich ein Trupp Haubentaucher und viele Kormorane auf.
Auf der Wanderung konnten wir auch noch einige Salzpflanzen wie Strandflieder und Strandnelke, Strandaster (Salzaster), Portulakkeilmelde und schön gefärbte Quellerwatten sehen. Bemerkenswert im Moor waren die Gagelstrauchbestände.
Ein Picknick mit vielen selbstgemachten Leckereien und Kaffee und Kuchen rundete die erfolgreiche Exkursion ab.

Silberreiher
Silberreiher
Strandaster
Strandaster

Bilder nach Wikipedia

Sonntag, den 5. September (statt 29. August )

Erkundungstour in die Sandgrube „Fingertip und Daumengrün“


Auf einer 2stündigen Exkursion konnten sich knapp 20 Personen davon überzeugen, dass Sandrasen ausgesprochen artenreiche Lebensräume sind! Auf Einladung des Orts- und Heimatvereins Rethorn erläuterten Klaus und Pia Handke die Bedeutung dieses Lebensraumes und die Notwendigkeit von Pflegemaßnahmen. Bei schönem Spätsommerwetter ging es auf Erkundungstour in die Sandgrube, in der im letzten Winter erfolgreich Pflegemaßnahmen durchgeführt worden sind. Hier beobachteten wir u.a. den Kleinen Perlmutterfalter, Hauhechelbläuling, Kleinen Feuerfalter, Zitronenfalter, Nachtigallgrashüpfer, Gemeine und Säbeldornschrecke, verschiedene Wildbienenarten, Grab- und Sandwespen, Sandlaufkäfer, junge Erdkröten und Grasfrösche und viele Libellenarten wie z.B. Herbst-Mosaikjungfer, Gemeine und Blutrote Heidelibelle und Gemeine Binsenjungfer. Auch die Pflanzenvielfalt dieser Standorte ist ausgesprochen interessant. Neben typischen Sandarten wie Silbergras, Vogelfuß und Berg-Sandglöckchen werden diese lückigen Sandrasen aber auch von Neophyten wie Nachtkerze, Goldrute, Schmalblättrigem Greiskraut u.a. besiedelt.
Alle Teilnehmer konnten sich von dem Sinn solcher Pflegemaßnahmen überzeugen und werden künftig mit anderen Augen solche Lebensräume betrachten.

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Kleiner Feuerfalter
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Berg-Sandglöckchen

Bilder nach Wikipedia

Sonntag, den 8. August 2010

Bremer Parks in Oberneuland - Lebensraum des seltenen Eremitkäfers

Auf einer gemeinsamen Exkursion des FSV mit den Freunden des Hasbruchs besuchten 35 Teilnehmer unter Führung von Dr. Klaus und Pia Handke Ikens Park im Bremer Oberneuland. Dieser Park zeichnet sich durch das Vorkommen alter Eichen aus, die vom ausgesprochen seltenen Eremitkäfer besiedelt sind. Das Gebiet ist als FFH-Lebensraum geschützt. Dort bekamen wir von dem Bremer Käferexperten Sebastian Reimann einen Einblick in das Leben dieses besonderen Käfers und konnten Fraßspuren und die große Larve des Käfers bewundern. Auch andere typische Tierarten alter Baumbestände wie Hohltaube und Kleiber wurden registriert.
Von dort ging es weiter zum Krietes Wald am Einkaufszentrum Weserpark. Dieses kleine Waldgebiet ist ebenfalls als FFH-Lebensraum geschützt und gehört laut Herrn Reimann zu den wertvollsten Lebensräumen totholzbewohnender Käfer in Nordwestdeutschland. Hier leben viele Eremitkäfer in alten Buchen.
Wir bekamen dort eine Einführung in die Artenvielfalt und Lebensweise von holzbewohnenden Käferarten und wir konnten viele sehr alte Bäume bewundern.
Ein kleiner Imbiss mit Kaffee und Kuchen rundete wie immer die gelungene Exkursion ab.

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Bilder nach Wikipedia

Sonntag, den 11. Juli 2010

Schmetterlinge und andere Insekten im Hasbruch

Der Hasbruch ist ein herausragender Lebensraum für Tagfalter
36 Teilnehmer der gemeinsamen Exkursion des Fuhrenkamp-Schutzvereins und der Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs e.V. konnten sich am vergangenen Sonntag davon überzeugen, dass der Hasbruch auch für Tagfalter ein außerordentlich interessantes Gebiet darstellt. Neben typischen Waldarten wie Schornsteinfeger, C-Falter, Rostfleckiger Dickkopffalter, Faulbaumbläuling, Landkärtchen und Waldbrettspiel wurden auch in Nordwestdeutschland seltene Arten wie Kleiner Eisvogel, Großer Schillerfalter, Blauer Eichenzipfelfalter und sogar der Kaisermantel auf der dreieinhalbstündigen Exkursion beobachtet, die von Dr. K. und P. Handke und H. Tielking geleitet wurde. Außerdem wurden auch weit verbreitete Tagfalterarten wie Tagpfauenauge, Admiral, Ochsenauge, Schwarzkolbiger Dickkopffalter und Zitronenfalter gezeigt sowie andere charakteristische Insektenarten des Hasbruch wie Federlibelle, Sumpfschrecke, Kurzflüglige Schwertschrecke und Brennesselbock.
Deutlich wurde, wie wichtig das Vorkommen von besonnten, blütenreichen Weg- und Waldrändern sowie spät gemähter blütenreicher Wiesen für die Tagfalterfauna ist, für die der Hasbruch innerhalb Nordwestdeutschlands eine herausragende Bedeutung besitzt. Für Schmetterlinge und andere Insekten ist es auch notwendig, bei der Pflege der Forstwege nicht alle Wegränder vollständig zu mähen.

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Großer Schillerfalter
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Blauer Eichenzipfelfalter
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Exkursionsgruppe

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Sonntag, den 20. Juni 2010

Fahrradtour durch die Gemeinde Ganderkesee

17 Teilnehmer einer Fahrradexkursion, darunter auch drei Kinder, konnten sich am 20.6.2010 unter Leitung von Dr. Klaus Handke davon überzeugen, dass sich der Süden Ganderkesees durch eine hohe landschaftliche Vielfalt auszeichnet. Sie sahen Wallhecken, Streuwiesen, das Dummbäketal, blütenreiche Randstreifen, verschiedene Schlatts, Torfstiche und Moorbirkenwälder. Die Teilnehmer sahen auch , dass sich in diesem Gebiet Vieles positiv verändert hat. So wurden eine Reihe von Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt (Aufforstungen, Wallhecken) und eine Streuobstwiese vom Orts- und Heimatverein angelegt. An der Dummbäke steht ein Maßnahmenkonzept kurz vor dem Abschluss.

 

Gartenrotschwanz

Gartenroschwanz (von ThKraft)

Sumpf-Blutauge

Sumpf-Blutauge


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Wir sahen auch eine Reihe charakteristischer Tier- und Pflanzenarten wie Baumpieper, Gartenrotschwanz, Sumpfblutauge und Sumpfcalla und sogar ein Paar Kolkraben. Diese Art hat sich erst in den letzten Jahren in Ganderkesee angesiedelt.

Sonntag, den 23. Mai 2010

Vögel und Pflanzen im NSG Werderland

Bei dieser Exkursion war es sonnig und angenehm warm.
25 Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernten die verschiedenen Lebensräume des Werderlandes kennen. Wir sahen Auwald, Kopfweiden, Sandrasen, Gräben, Fleete, Feuchtgrünland, Feuchtbrachen, nährstoffarme Sandgewässer und Bracks (Kolke).

Seltene Tier- und Pflanzenarten gab es nicht zu knapp:
- Braunkehlchen, Rohrschwirl, Beutelmeise und Blaukehlchen,
- den Großen Kolbenwasserkäfer und den Breitmaulrüssler,
- Bauernsenf, Wasserfeder und Krebsschere.

Den Abschluß bildete wieder ein Imbiss mit Tee, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.

braunkehlchen       blaukehlchen
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Artenliste

Vögel (Auswahl):
Höckerschwan (mit Nest); Graureiher; Graugans; Schnatterente; Knäkente; Reiherente; Mäusebussard; Rohrweihe; Blässralle; Rotschenkel; Kiebitz (mit Jungen); Kuckuck; Mauersegler; Buntspecht; Feldlerche; Wiesenpieper; Baumpieper; Schafstelze; Zaunkönig; Rauchschwalbe; Feldschwirl; Rohrschwirl; Sumpfrohrsänger; Schilfrohrsänger (häufig); Teichrohrsänger; Gelbspötter; Dorngrasmücke (sehr häufig); Mönchsgrasmücke; Gartengrasmücke; Zilpzalp; Fitis; Grauschnäpper; Braunkehlchen; Blaukehlchen; Weidenmeise; Beutelmeise; Rohrammer (sehr häufig)

Lurche:
Seefrosch; Erdkröte (auch Quappen)

Käfer:
Brennesselbock; Großer Kolbenwasserkäfer; Schilfkäfer; Breitmaulrüssler (Anthribus albidus)

Schmetterlinge:
Kleiner Heufalter; Aurorafalter; Landkärtchen

Libellen:
Frühe Adonislibelle

Säuger:
Reh; Waldspitzmaus

Pflanzen (Auswahl):
Silbergras; Sandsegge; Bauernsenf; Bergsandglöckchen; Hornkraut; Krebsschere; Froschbiss; Wasserfeder; Flussampfer; Schlanksegge

Sonntag, den 11. April 2010, 9.00 - 17.00 Uhr

Feuchtgebiete zwischen Weser und Cuxland-Polder Brahmel und Polder Gliess, Luneplate, Tegeler Plate und Ahlenmoor

Es war noch kälter als wir gedacht hatten.
19 Teilnehmer und Teilnehmerinnen machten sich vom Riedenweiher aus auf zu den Naturschutzgebieten nördlich von Bremerhaven. Durch die Beobachtungstürme wehte ein kalter Wind, der bald alle zittern lies. Die Vielfalt der Vogelwelt in diesem neu geschaffenen Biotop war jedoch eine Entschädigung.
Vor der Wanderung durch das Ahlenmoor konnten wir uns an den mitgebrachten leckeren Speisen und Getränken stärken und aufwärmen.

Kranich  Uferschnepfe
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Artenliste

1. Polder Gliess und Brahmel (zusammengefasst):
Haubentaucher, zwei Silberreiher, Kormoran, Bläss- und Graugans (diese Art mit Nest), Brand- und Streifengans, Löffel-, Krick-, Schnatter- Pfeif- und Reiherente, Gänsesäger, Kornweihe, zwei Paare Kraniche, Austernfischer, Kiebitz, Bekassine, Grün- und Rotschenkel, Sandregenpfeifer, Heringsmöwe, Wiesenpieper, Blaukehlen und Rohramme.

2. Ahlenmoor bei Bad Bederkesa und Krattwälder
Habicht, Kornweihe, Kiebitz, Feldlerche, Wiesenpieper, Schwarzkehlchen, Weiden- und Schwanzmeise, Gagelstrauch, zwei Wollgrasarten, Rundblättriger Sonnentau, Pfeifengras, Sumpfbärlapp, Moorbirke und Torfmoose.

3. Saatkrähenkolonien bei Elsfleth und Braake

4. Feuchtwiesen bei Bookhorn an der Gemeindegrenze zum Landkreis Wesermarsch
Kiebitz, Uferschnepfe (das einzige Paar im Gemeindegebiet), Wiesenpieper, Feldlerche und Sumpfdotterblume.

 

"Spechte und andere Vögel im Hasbruch" am 21. 3. 2010

w-schnepfe        m-specht
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Waldschnepfe und Mittelspechte beobachteten die Teilnehmer einer gemeinsamen Exkursion von Fuhrenkamp-Schutzverein und Gesellschaft der Freunde des Hasbruchs e.V.im Hasbruch.
Unter Leitung von Dr. K. u. P. Handke trotzten 43 Teilnehmer dem regnerischen Wetter und erlebten eine interessante Wanderung durch den größten alten Waldbestand Norddeutschlands. Dabei wurden viele Vogelarten wie Hohltaube, Kernbeißer, Kleiber, Garten- und Waldbaumläufer und die ersten Grasfrosch-Kaulquappen beobachtet. Höhepunkte waren aber sicherlich die Beobachtung einer seltenen Waldschnepfe direkt auf dem Weg und die vielen balzenden Mittelspechte. Nirgendwo sonst ist diese seltene Spechtart so gut zu beobachten.
Zum Abschluss gab es dann bei herrlichem Sonnenschein Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.

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Liste der am 21.3.2010 im Hasbruch beobachteten Vogelarten:

Graureiher
Stockente
Mäusebussard
Silbermöwe (überfliegend)
Waldschnepfe
Ringeltaube
Hohltaube (2x)
Waldkauz (Gewölle)
Mittelspecht
Buntspecht
Heckenbraunelle
Zaunkönig
Singdrossel
Amsel
Rotkehlchen
Kohl-, Blau-, Tannen-, Hauben- und Sumpfmeise
Kleiber
Garten- und Waldbaumläufer
Buchfink
Kernbeißer
Star
Rabenkrähe
Dohle

 

„Wintergäste an der Weser“ am 31.1.2010

Am 31.1.2010 trafen sich unter Leitung von Dr. K. und P. Handke bei heftigem Schneetreiben 16 Personen am Riedenweiher. Dort sahen wir an einer eisfreien Stelle über 80 Stockenten und 2 Teichrallen.


Nach 40minütiger Fahrt hielten wir am Tidebiotop Vorder- und Hinterwerder im Niedervieland bei Bremen. Auf einer kleinen Wanderung an die Weser entdeckten wir gleich 50 Zwergsäger. Diese nordische Art ist in so großer Anzahl nur in sehr strengen Wintern anzutreffen. Weitere fischfressende Arten waren hier Kormoran und Reiherente.
Am Tidebiotop selbst sahen wir Bergpieper, Wacholder- und Rotdrossel, Sturm- und Lachmöwe, Stockente, Graureiher, Blässralle, 2 Brandgänse und über 250 Graugänse sowie als ungewöhnliche Gäste Alpenstrandläufer und Rotschenkel.

zwergsäger

Bild nach wikipedia


Anschließend fuhren wir zur Kläranlage Seehausen. Dort hielten sich am Auslauf der Kläranlage einige Blässrallen, Bergpieper, über 100 Schnatterenten, Krick- und Stockenten, Sturm-, Lach- und 1 Silbermöwe sowie viele Wacholderdrosseln auf. Auf der Weser selbst sahen wir sehr viele Reiherenten, Haubentaucher, 1 fliegenden Gänsesäger und als besonderen Gast 1 unausgefärbtes Bergentenmännchen.

Nach einer Stärkung mit Kaffee, Tee und Kuchen sahen wir auf der Rückfahrt an der Ochtumbrücke in Strom noch sehr nah einen männlichen Gänsesäger.
Insgesamt wieder eine ergiebige Exkursion mit einigen ungewöhnlichen Gästen – trotz der winterlichen Temperaturen!